Arbeitssicherheit in Behindertenwerkstätten

  • Grundelemente für zuverlässige Sicherheit: MLD Mehrstrahl-Sicherheits-Lichtschranke, UDC Gerätesäule sowie UMC Umlenkspiegelsäule mit flexiblen Federelementen im Fuß

  • Vielfältige Werkstücke aus Metall: Umgeformte Bleche, Dreh- und Frästeile

  • Absicherung in Theorie …

  • … und Praxis. Vorne deutlich erkennbar: die UMC Umlenkspiegelsäule für die mehrseitige Zugangssiche-rung

  • Boschert Stanzmaschine vom Typ Compact …

  • … für die vielfältige Blechbearbeitung (im Hintergrund: Sender der MLD Mehrstrahl-Sicherheits-Lichtschranke)

  • Josef Lankes ist in den WfbM in Cham zuständig für den Betriebsmittelbau

  • Auch Stickereien und Gemälde gehören zu den Produkten, die kommerziell vermarktet werden und so zum Umsatz beitragen

Unversehrt trotz Handicap

Arbeitssicherheit in Behindertenwerkstätten

Die Behindertenwerkstätten in Cham fertigen die unterschiedlichsten Werkstücke, darunter auch komplexe Vorrichtungen. Dementsprechend vielfältig ist der Maschinenpark – von der Säge über die Stanzmaschine bis hin zum Schweißgerät. Wie steht es hier mit dem Arbeitsschutz? Am Beispiel einer Boschert Stanzmaschine lässt sich diese Frage ganz gut beantworten.

Eine Behinderung, gleichgültig ob geistig oder körperlich, führt in der Regel zu einer Benachteiligung im täglichen Leben des Betroffenen. Dies betrifft auch dessen Berufsleben und damit einen wichtigen Kern, der die Identität eines Menschen mit prägt. Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) repräsentieren die Idee, Menschen, die wegen der Art oder Schwere ihrer Behinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt keine Beschäftigung finden, in einer speziellen Werkstatt aufzunehmen, sie zu fördern, einzugliedern und zu versorgen. Selbstverständlich müssen auch hier Maßnahmen zum Arbeitsschutz getroffen werden.

Unter wirtschaftlichem Druck

Der Gesamtumsatz der Werkstätten für behinderte Menschen liegt in Deutschland bei über 1 Milliarde Euro pro Jahr, er wird von etwa 250.000 Beschäftigten erarbeitet. Angesichts dieser Zahlen ist es nicht verwunderlich, dass die Werkstätten für behinderte Menschen neben dem sozialen Aspekt auch einen erheblichen Wirtschaftsfaktor darstellen. Insofern kommt der Ausstattung der Werkstätten eine besondere Bedeutung zu und im Hinblick auf die Betriebsmittel auch dem Arbeitsschutz, der natürlich gemäß den einschlägigen Normen und Richtlinien auszuführen ist.

Auch die Behindertenwerkstätten Oberpfalz Betreuungs-GmbH in Cham unterliegt diesen Bestimmungen. Dort hat man schon seit 1972 das Ziel, behinderte Menschen ins tägliche Leben und in die Welt der Arbeit einzubinden. Marktwirtschaftlich orientiert ist das Unternehmen über die Jahre ständig gewachsen. Das sieht man beispielsweise an zwei angegliederten Wohnheimen, die zwischenzeitlich 82 Menschen beherbergen. Erkennbar ist das Wachstum auch an der erst im Jahr 2009 neu errichteten Fertigungshalle sowie an einer weiteren 600 Quadratmeter großen Lagerhalle. Insgesamt verfügen die WfbM in Cham nun über 1.800 Quadratmeter Produktionsfläche und 2.100 Quadratmeter Lagerfläche. Ferner sind im Warenausgang 19 Lean-Lifte im Einsatz.

Maschinenpark mit Top-Ausstattung

Das Wachstum betrifft auch den Maschinenpark, der sich durch eine immense Vielfalt auszeichnet und vor kurzem durch eine Stanzmaschine der Boschert GmbH + Co. KG bereichert wurde. Der Maschinenhersteller aus Lörrach fertigt seine Bearbeitungsmaschinen weniger als fünf Kilometer vom Dreiländereck Deutschland-Frankreich-Schweiz entfernt und gilt nun schon seit 1946 als kompetenter Partner für die Maschinenanwender. Boschert bietet ein umfangreiches Programm an Ausklink- und Stanzmaschinen und ist heute fast jedem Blech verarbeitenden Betrieb bekannt.

Die in den WfbM in Cham installierte Boschert Maschine vom Typ Compact Rotation Index bietet CNC-Stanztechnik zum günstigen Preis. Dabei überzeugt die Maschine die Kunden durch ihre Vielseitigkeit, z.B. können mittels anwenderfreundlicher Software-Funktionen (Drehen, Wenden, Nachsetzen u. dgl.) auch größere Werkstücke problemlos gefertigt werden. Eine stufenlose Drehung aller Werkzeuge bis zum Durchmesser 105 mm ist möglich. Die Gefahrenpotenziale bei einer solchen Maschine liegen im sich bewegenden Werkstück, dem Blech, sowie ggf. in der Zuführung, im Werkzeug sowie im Wechsler. Die klassische und etablierte Sicherheitslösung für diese Maschinenart ist die Zugangssicherung mit Mehrstrahl-Sicherheits-Lichtschranken – entweder rundum oder mehrseitig, wie in Cham.

Sicherheit ohne Kompromisse

Eingesetzt werden die neuen Typ 4 Mehrstrahl-Sicherheits-Lichtschanken der Serie MLD 500. Der Sensorhersteller Leuze electronic hat die MLD Sensoren seit Anfang 2010 im Programm und die Anzahl der Installationen nimmt vor allem im Bereich der Blechbearbeitungsmaschinen ständig zu. Hier stellen mehrseitige Zugangssicherungen bzw. Rundumabsicherungen mit Mehrstrahl-Sicherheits-Lichtschranken aufgrund des Kosten-Nutzen-Aspekts den Stand der Technik dar.

Josef Lankes, in den WfbM in Cham zuständig für den Betriebsmittelbau, sagt zur Bedeutung der Arbeitssicherheit in seinem Bereich: „Bei uns wird großer Wert auf die Sicherheit gelegt. Deshalb passieren hier mit unserem Personal sogar weniger Unfälle als im Otto-Normal-Betrieb.“

Zur Qualifikation seiner Mitarbeiter gibt er ein klares Statement ab: „Wir müssen sehr genau abschätzen, welcher Mann zu welcher Arbeit passt. Dann gibt es keine Probleme.“ Josef Lankes weiß, wovon er spricht, denn er kann auf über 25 Jahre Erfahrung in den WfbM zurückblicken. Nach seiner technischen Ausbildung entschied er sich für die Stelle in den WfbM, absolvierte Weiterqualifizierungsmaßnahmen und eine sonderpädagogische Zusatzausbildung – und er hat es nie bereut.

Gestiegene Anforderungen erfüllen

Den gestiegenen Anforderungen aus der Industrie (zu den Kunden gehören beispielsweise BMW oder die Krones AG in Regensburg) begegnet Josef Lankes mit einer modernen Produktionslandschaft und durchorganisierten Prozessen. So wurde in den 1990er Jahren der Umstieg auf die CNC-Technik im Betrieb erfolgreich vollzogen. Zudem denkt Josef Lankes konsequent erfolgsorientiert. Im Bezug auf die Arbeitssicherheitssensoren bedeutet das für ihn primär: „Die Funktion muss gewährleistet sein.“

Bei den MLD Mehrstrahl-Sicherheits-Lichtschranken von Leuze electronic kann er da ganz sicher sein. Auf diese Sensoren ist Verlass – selbst bei minus 30 Grad Celsius und bei Reichweiten bis 70 Meter arbeitet das Sender-Empfänger-System zuverlässig.

Freistehende optoelektronische Schutzeinrichtungen wie hier in Cham unterliegen besonderen Anforderungen hinsichtlich der Montage, Stabilität und Justagequalität. Die UDC Befestigungssäulen zusammen mit den UMC Umlenkspiegelsäulen von Leuze electronic ermöglichen die stabile Montage der MLD Mehrstrahl-Sicherheits-Lichtschranken freistehend am Boden. Fest im Boden verankert schützen die Säulen die Sensoren durch ihre robuste Ausführung zuverlässig vor Beschädigung. Eine exakte vertikale und axiale Ausrichtung der Geräte ist leicht möglich. Federelemente im Fuß der Gerätesäulen sorgen für eine selbsttätige Rückstellung nach mechanischen Stößen. Die Befestigung der MLD Sensoren in den UDC Gerätesäulen erfolgt einfach mittels Klemmhalterungen.

Einrichten – einfach und effizient

Bei der Einrichtung unterstützt der MLD Sensor den Errichter durch Leuchtdioden und eine gut ablesbare 7-Segment-Anzeige. Das erleichtert ihm das Überprüfen der ordnungsgemäßen Funktion und gegebenenfalls das Auffinden von Fehlern. Anhand der Meldungen der 7-Segment-Anzeige kann er die Ursache für das Sensorverhalten unmittelbar feststellen und direkt Gegenmaßnahmen einleiten, beispielsweise: Frontscheibe reinigen, Verdrahtung überprüfen, Betriebsart korrigieren und dergleichen.

Zudem zeichnet sich der Sensor durch einige Funktionen aus, die dem Maschinenbauer und -anwender eine echte Hilfe sind: beispielsweise die integrierte Laserausrichthilfe, mit der sich Zugangssicherungen wie in Cham recht einfach aufbauen lassen. Der senderseitig aktivierte Laserstrahl bringt beim Empfänger ein Reflexelement weithin sichtbar zum Leuchten und der Errichter erkennt sofort, ob die Lage der Geräte zueinander stimmt. Werden wie in Cham Umlenkspiegel für eine Absicherung eingesetzt, dient der Laserstrahl dazu, Schritt für Schritt die nacheinander folgenden Umlenkspiegelsäulen auszurichten und die einzelnen Umlenkspiegel korrekt zu justieren. Auch bei großen Abständen geht dies schnell und einfach – die Einrichtzeit lässt sich damit erheblich reduzieren.

Zufrieden beim Thema Sicherheit

Für Josef Lankes hat das Thema Arbeitssicherheit oberste Priorität – bei allen Abwägungen hinsichtlich hoher Produktivität. Mit Leuze electronic kann er sicher sein, dass sich eines aus dem anderen ergibt und keinen Widerspruch darstellen muss. Er ist überzeugt, dass das sicherheitstechnische Gesamtkonzept an den Anlagen perfekt stimmt und fasst zusammen: „Mit den Lichtschranken von Leuze ist unsere Stanzmaschine, die vor allem für Kleinserien bei der Schilderproduktion zum Einsatz kommt, optimal abgesichert.“

Verwendete Produkte

  • Branche/Bereich

    Werkzeugmaschinen (Blechbearbeitung)

  • Aufgabenstellung

    Zugangssicherung

  • Applikation

    Arbeitssicherheit in Behindertenwerkstätten

Kontakt & Support

Tel.: 035027 / 629 106
Mo - Do: 8:00 - 17:00 Uhr
Fr: 8:00 - 16:30 Uhr
Tel.: 07021 / 573-0
Mo - Do: 8:00 - 17:00 Uhr
Fr: 8:00 - 16:30 Uhr
Tel.: 07021 / 573-0
Mo - Do: 8:00 - 17:00 Uhr
Fr: 8:00 - 16:30 Uhr